Eben NICHT „Alle Jahre wieder …“

Alle Jahre wieder freuen wir uns auf eine ruhige Weihnachtszeit, jeder träumt von gemütlichen und harmonischen Feiertagen mit seiner Familie, den Eltern, seinem Partner und seiner Partnerin, kuscheligen Nachmittagen am Sofa und einem beschwingten Familienfest am 24. Dezember.

In Wahrheit sind Advent- und Weihnachtszeit perfekt geeignet, um Konflikte, Reibereien und Strittigkeiten so richtig hochkochen zu lassen.

Die Weihnachtszeit wirkt wie ein Vergrößerungsglas, das Konflikte und Reibungspunkte in Familie & Partnerschaft besonders deutlich sichtbar und spürbar macht. Der Wunsch nach Harmonie und die Erwartungen, die an diese Zeit geknüpft sind, sind enorm. Dass das mit großen Enttäuschungen, mittleren und größeren Dramen und sogar mit dem In-Frage-Stellen der Partnerschaft endet, ist nicht verwunderlich.

Meine Empfehlung: Schleppen Sie Themen, die jährlich wieder kommen, nicht von Jahr zu Jahr mit! Besser ist es, sie schon vor Weihnachten anzusprechen und zu diskutieren. Kompromissbereitschaft ist hier gefragt! Ist es alleine zu schwierig oder besteht die Gefahr, dass die Beziehung verletzt wird, macht es Sinn, eine Paarberatung aufzusuchen. Nach einem fairen Streit und einem offenen Austausch kann Nähe und Harmonie eher entstehen als mit unterdrückter Wut und gegenseitigen subtilen Vorwürfen.

sisters-3677351_640

Andere Weihnachten

Belastungen und Schwierigkeiten wirken im Vergrößerungsglas von Weihnachten ebenfalls schwerer: Weihnachten als AlleinerzieherIn, Weihnachten nach dem Verlust eines Menschen, Weihnachten mit einer medizinischen Diagnose, … so spült uns das Leben Herausforderungen vor die Füße, die wir dann meistern müssen. Gerade vor Weihnachten tut es gut, sich anzuvertrauen, sich auszusprechen. Suchen Sie bewusst die Nähe von Menschen, die Ihnen gut tun oder lassen Sie sich professionell begleiten – Sie sind nicht alleine!

Traditionen pflegen – Neues wagen

In diesem Spannungsfeld feiren wir die meisten Familienfeste. Nun, das Tolle ist – es gibt jedes Jahr ein neues Weihnachtsfest, das aufs Neue gestaltet werden will. Traditionen, die aus der Herkunftsfamilie stammen, wollen gepflegt werden – vielleicht dürfen sie jedoch ein neues Gewand bekommen? Es muss Karpfen geben? Vielleicht darf es ein neues Rezept sein! Das Weihnachtsevangelium muss gelesen werden? Vielleicht darf es dafür einen neuen Zeitpunkt geben! Alle „Muss“-Kriterien wollen im nächsten Jahr auch erneut diskutiert und in Frage gestellt werden. So kreieren Paare ihr eigenes Weihnachten und rufen ihre eigenen Traditionen ins Leben.

christmas-3082546_640

Die Geburt eines Kindes

Darum geht es zu Weihnachten (auch). Also Achtung: Denn ein Baby – insbesondere, wenn es das erste in einer Familie ist – hat zu Weihnachten viel zu verarbeiten: Es spürt die riesen Erwartungen, den Trubel und die Nervosität aller. Zeit wird zu einem noch knapperen Gut – spätestens ab dem ersten Adventsonntag.

Alle Augen richten sich auf das Baby und seine Reaktion: Wenn es einen Adventkalender bekommt, wenn der Nikolo an der Türe klopft, wenn plötzlich ein hell leuchtender Baum im Wohnzimmer steht, alle mit Tränen in den Augen singen. Mit Argusaugen wird beobachtet, mit welcher Begeisterung das Baby mit dem Geschenkpapier spielt, während alle rufen „Schau doch! Ein Schaukelpferd!“.

grandfather-1434575_640

Spätestens mit einem Kind wird also klar: Weihnachten muss und kann gar nicht jedes Jahr gleich ablaufen. Babys und (Klein-)Kinder können mit soviel Trubel und Erwartungen überfordert sein. Spätestens hier sollten Paare ihr Weihnachten so adaptieren, wie es eben dem Alter aller Beteiligten entspricht.

Nach dem Fest ist vor dem Fest

Wenn Weihnachten nach Ihrem Empfinden trotz aller Bemühungen nicht so gelaufen ist, wie Sie es sich gewünscht haben: Notieren Sie sich, was Sie gerne anders hätten. Schieben Sie Konflikte nicht auf, sondern sprechen Sie diese an. Am besten in einer entspannten Atmosphäre. Auch hier gilt: Begleitung tut gut!

Resonanzen

„Es ist nicht leicht manche Dinge auszusprechen. Aber wenn ich hier mit Ihnen darüber rede, ist es leichter, auch zu Hause darüber zu sprechen.“

„Die Angst davor, mich meinen Themen zu stellen war groß. Die Erleichterung nach unseren Gesprächen war jedes Mal größer.“

„Heute mal etwas Persönliches: Nicht immer ist alles Eitel-Sonnenschein für uns Mamas, manchmal braucht es einfach etwas Unterstützung, jemanden der zuhört und versteht, wie es uns geht. Ich selber habe das Angebot bei Cornelia Kafka in Anspruch genommen und es hat mir sooooo gut getan. Eine Empfehlung aus tiefstem Herzen für jede Mama, die Raum und Zeit für Gespräche, Gedanken und zum Durchatmen braucht.“

Beratungstermine sind auch rund um den Jahreswechsel möglich:

31.12. 2018 sowie vom 2.-4. Jänner 2019

Sozialtarif für Alleinerziehende

bright-decorations-3754610_640

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s